Wasserschäden am Handy sind nicht durch die Herstellergarantie gedeckt. Hast du keine zusätzliche Versicherung abgeschlossen, kommen Reparaturkosten auf dich zu. Reagiere schnell und gib dein Handy mit einem Wasserschaden bei einem Spezialisten für Handy-Reparaturen ab. Wasserschäden sind in vielen Fällen sofort zu erkennen. Wir verraten in dem Ratgeber, welche Anzeichen für einen Wasserschaden am Handy sprechen.
Wichtig ist dabei auch, mit welcher Flüssigkeit das Smartphone in Kontakt gekommen ist. Süßwasser, zum Beispiel Leitungswasser oder Regenwasser, kann bereits schwere Schäden verursachen. Salzwasser, Meerwasser, Poolwasser, Getränke oder verschmutztes Wasser sind jedoch oft noch kritischer, weil Rückstände, Mineralien, Salz, Zucker oder Chemikalien im Gerät bleiben können. Diese Rückstände können Kontakte angreifen, Korrosion beschleunigen und dafür sorgen, dass ein Handy zunächst noch funktioniert, später aber plötzlich ausfällt.
Ist das Handy nass oder feucht?
Wer nicht genau sieht, dass sein Handy mit Wasser in Berührung gekommen ist, dem fällt nicht unbedingt sofort ein Wasserschaden am Handy auf. Fühlt sich das Handy von außen nass oder feucht an, dann könnte bereits Wasser ins Innere des Gerätes gedrungen sein. Schalte das Handy vollständig ab, nicht nur auf Stand-by stellen. Öffne den Deckel auf der Rückseite des Smartphones, sofern möglich. Suche den oder die Wasserindikatoren, das sind kleine farbige Vierecke, die sich in Verbindung mit Wasser verfärben. Prüfe in der Bedienungsanleitung, welche Farbe der Hersteller des Smartphones für die Wasserindikatoren gewählt hat. Gibt es weitere sichtbare Wasserflecken auf einem der Bauteile? Damit wird ersichtlich, dass bereits Wasser eingedrungen ist.
Achte außerdem auf Feuchtigkeit in kleinen Öffnungen wie Ladebuchse, Lautsprecher, Mikrofon, SIM-Schacht oder Kopfhöreranschluss. Gerade dort bleibt Wasser oft länger stehen. Auch wenn das Gehäuse von außen trocken wirkt, kann im Inneren noch Feuchtigkeit vorhanden sein. Das ist besonders tückisch, weil ein Gerät nach kurzer Zeit wieder normal reagieren kann, während auf der Platine bereits Korrosion entsteht.
Verschwommenes Display
Weitere Hinweise können Flecken unter dem Glas, flackernde Bildbereiche, helle Streifen, dunkle Schatten oder ein Display sein, das erst nach mehreren Sekunden reagiert. Auch wenn nur einzelne Bereiche des Touchscreens nicht mehr richtig funktionieren, kann Feuchtigkeit im Gerät die Ursache sein.
Weitere typische Anzeichen für einen Wasserschaden
- Das Handy lädt nicht mehr zuverlässig oder zeigt falsche Akkuwerte an.
- Lautsprecher oder Mikrofon klingen dumpf, leise oder fallen ganz aus.
- WLAN, Bluetooth, Mobilfunk oder GPS funktionieren plötzlich instabil.
- Das Smartphone startet neu, bleibt hängen oder schaltet sich von allein aus.
- Die Ladebuchse erkennt Kabel nur noch zeitweise oder gar nicht mehr.
- Das Gerät wird ungewöhnlich warm, obwohl es kaum benutzt wird.
Süßwasser, Salzwasser und andere Flüssigkeiten
Bei einem Wasserschaden ist nicht nur die Menge der Flüssigkeit entscheidend, sondern auch die Art der Flüssigkeit. Süßwasser aus dem Hahn oder Regenwasser kann Leiterbahnen, Steckverbindungen und Bauteile beschädigen. Noch problematischer ist Salzwasser, weil Salz elektrisch leitfähig ist und Korrosion deutlich schneller auslösen kann. Ein Handy, das ins Meer gefallen ist, sollte deshalb besonders schnell professionell geprüft werden.
Auch Getränke wie Cola, Kaffee, Tee, Saft oder Energy-Drinks sind kritisch. Zucker, Säuren und klebrige Rückstände können Tasten, Anschlüsse und die Elektronik beeinträchtigen. Selbst wenn das Smartphone nach dem Trocknen wieder startet, können Ablagerungen im Inneren bleiben und später zu einem Ausfall führen.
Handy fällt ins Waschbecken
Bei Leitungswasser oder Seifenwasser wirkt der Schaden oft harmlos, weil das Gerät schnell abgetrocknet werden kann. Trotzdem kann Wasser über Lautsprecher, Ladebuchse oder SIM-Schacht eindringen und später Korrosion verursachen.
Regen in der Jackentasche
Feuchtigkeit durch Regen wird häufig unterschätzt. Das Smartphone ist nicht komplett untergetaucht, kann aber über längere Zeit in einer feuchten Tasche liegen. Dadurch entstehen oft schleichende Schäden.
Sturz ins Meer
Salzwasser gehört zu den gefährlichsten Fällen. Salz kann Kontakte angreifen und Kurzschlüsse begünstigen. Selbst wenn das Handy noch angeht, sollte es nicht weiter benutzt oder geladen werden.
Getränk läuft über das Handy
Kaffee, Cola oder Saft hinterlassen häufig klebrige Rückstände. Diese Rückstände können Tasten blockieren, Anschlüsse verschmutzen und elektronische Kontakte dauerhaft beschädigen.
Was du sofort vermeiden solltest
Lade das Handy nach einem Wasserschaden nicht auf und versuche nicht, es durch häufiges Einschalten zu testen. Wärmequellen wie Föhn, Heizung oder Backofen können zusätzliche Schäden verursachen. Auch langes Liegenlassen hilft nicht immer, weil Rückstände im Inneren bleiben können. Je schneller das Gerät fachgerecht geprüft und gereinigt wird, desto besser sind die Chancen, Folgeschäden zu vermeiden und wichtige Daten zu retten.