Wenn eine Festplatte nicht mehr anläuft, herrscht oft Panik: Kein Geräusch, keine Vibration, kein Zugriff auf die Daten. Viele Betroffene vermuten sofort einen Totalschaden – doch das ist nicht immer der Fall. Entscheidend ist, warum die Festplatte nicht mehr startet.
Bei klassischen HDDs (mechanischen Festplatten) muss sich der Motor mit konstanter Drehzahl bewegen, damit die Schreib-/Leseköpfe arbeiten können. Dreht die Festplatte nicht an, scheitert dieser Startprozess bereits in den ersten Millisekunden.
Typische Ursachen sind:
Wichtig: In diesem Zustand sind die Daten meist noch vorhanden, sie sind nur nicht mehr zugänglich.
Wenn sich eine Festplatte nicht dreht, liegt kein logischer Fehler, sondern ein physischer oder elektronischer Defektvor. Datenrettungsprogramme können nur arbeiten, wenn:
Ist das nicht der Fall, verschlimmern wiederholte Startversuche oft den Schaden – etwa durch Überhitzung der Elektronik oder zusätzliche Kurzschlüsse.
Nicht jede Datenrettung ist gleich. Gerade bei Festplatten, die gar nicht mehr starten, braucht es mehr als Standardlösungen.
myitplanet steht für:
Das Ziel ist nicht nur, Daten zu retten – sondern Schäden nicht weiter zu verschlimmern.
Eine nicht anlaufende Festplatte wirkt dramatisch, ist aber kein automatischer Datenverlust. In vielen Fällen sind die Daten vollständig vorhanden und mit professioneller Vorgehensweise rekonstruierbar.
Entscheidend ist, was man nicht tut:
kein Öffnen, kein Ausprobieren, kein wiederholtes Einschalten.
Im März 2024, an einem Dienstagmorgen gegen 8:30 Uhr, meldete sich ein Architekturbüro aus Köln bei myitplanet. In der Nacht zuvor hatte es in mehreren Stadtteilen einen kurzen, aber heftigen Stromausfall gegeben. Als die Mitarbeiter ihre Systeme wieder hochfuhren, fiel sofort auf, dass eine externe 4-TB-Festplatte, auf der aktuelle Baupläne und Projektdaten gespeichert waren, nicht mehr reagierte. Die Festplatte zeigte keinerlei Aktivität: kein Anlaufgeräusch, keine Vibration, keine Erkennung im BIOS oder im Betriebssystem. Mehrere Kabel und Anschlüsse wurden testweise gewechselt, ohne Erfolg – die Festplatte blieb vollkommen tot.
Nach der Übergabe an myitplanet erfolgte eine technische Diagnose im Labor. Dabei stellte sich heraus, dass die Elektronikplatine der Festplatte durch eine Überspannung beschädigt worden war. Eine Schutzdiode hatte ausgelöst, wodurch der Startvorgang des Motors vollständig blockiert wurde. Die Magnetscheiben selbst sowie die Schreib-/Leseköpfe waren unbeschädigt, ebenso der ROM-Chip, der die laufwerksspezifischen Parameter enthielt. Durch den gezielten Austausch der defekten Elektronik und die fachgerechte Übertragung des originalen ROM-Chips konnte die Festplatte kontrolliert initialisiert werden. Anschließend wurden die Daten sektorweise ausgelesen und rekonstruiert.
Das Ergebnis: Rund 98 % der Projektdaten konnten innerhalb von sieben Werktagen wiederhergestellt werden, ohne dass die Festplatte im Reinraum geöffnet werden musste. Entscheidend für den Erfolg war, dass das Büro nach dem ersten Fehlschlag keine weiteren Einschaltversuche unternommen hatte.