Festplatte Dreht Nicht An

Festplatte dreht nicht an. Kommt man an die Daten?

Wenn eine Festplatte nicht mehr anläuft, herrscht oft Panik: Kein Geräusch, keine Vibration, kein Zugriff auf die Daten. Viele Betroffene vermuten sofort einen Totalschaden – doch das ist nicht immer der Fall. Entscheidend ist, warum die Festplatte nicht mehr startet.

Was bedeutet „Festplatte dreht nicht an“ technisch gesehen?

Bei klassischen HDDs (mechanischen Festplatten) muss sich der Motor mit konstanter Drehzahl bewegen, damit die Schreib-/Leseköpfe arbeiten können. Dreht die Festplatte nicht an, scheitert dieser Startprozess bereits in den ersten Millisekunden.

Typische Ursachen sind:

  • Defekte Elektronik (PCB)
  • Überspannungsschäden
  • Festsitzender Motor oder Lager
  • Firmware-Blockaden
  • Interne Kurzschlüsse

Wichtig: In diesem Zustand sind die Daten meist noch vorhanden, sie sind nur nicht mehr zugänglich.

Warum Software hier nicht hilft

Wenn sich eine Festplatte nicht dreht, liegt kein logischer Fehler, sondern ein physischer oder elektronischer Defektvor. Datenrettungsprogramme können nur arbeiten, wenn:

  • die Festplatte anläuft
  • sie vom System erkannt wird
  • zumindest teilweise gelesen werden kann

Ist das nicht der Fall, verschlimmern wiederholte Startversuche oft den Schaden – etwa durch Überhitzung der Elektronik oder zusätzliche Kurzschlüsse.

Warum myitplanet bei nicht anlaufenden Festplatten?

Nicht jede Datenrettung ist gleich. Gerade bei Festplatten, die gar nicht mehr starten, braucht es mehr als Standardlösungen.

myitplanet steht für:

  • Tiefendiagnose auf Bauteilebene
  • Umgang mit Überspannungs- und Elektronikschäden
  • ROM-Transfers & firmwarebasierte Reparaturen
  • Transparente Einschätzung statt falscher Versprechen
  • Erfahrung mit Business- und Privatdaten

Das Ziel ist nicht nur, Daten zu retten – sondern Schäden nicht weiter zu verschlimmern.

Festplatte dreht nicht an ≠ Daten verloren

Eine nicht anlaufende Festplatte wirkt dramatisch, ist aber kein automatischer Datenverlust. In vielen Fällen sind die Daten vollständig vorhanden und mit professioneller Vorgehensweise rekonstruierbar.

Entscheidend ist, was man nicht tut:
kein Öffnen, kein Ausprobieren, kein wiederholtes Einschalten.

Im März 2024, an einem Dienstagmorgen gegen 8:30 Uhr, meldete sich ein Architekturbüro aus Köln bei myitplanet. In der Nacht zuvor hatte es in mehreren Stadtteilen einen kurzen, aber heftigen Stromausfall gegeben. Als die Mitarbeiter ihre Systeme wieder hochfuhren, fiel sofort auf, dass eine externe 4-TB-Festplatte, auf der aktuelle Baupläne und Projektdaten gespeichert waren, nicht mehr reagierte. Die Festplatte zeigte keinerlei Aktivität: kein Anlaufgeräusch, keine Vibration, keine Erkennung im BIOS oder im Betriebssystem. Mehrere Kabel und Anschlüsse wurden testweise gewechselt, ohne Erfolg – die Festplatte blieb vollkommen tot.

Nach der Übergabe an myitplanet erfolgte eine technische Diagnose im Labor. Dabei stellte sich heraus, dass die Elektronikplatine der Festplatte durch eine Überspannung beschädigt worden war. Eine Schutzdiode hatte ausgelöst, wodurch der Startvorgang des Motors vollständig blockiert wurde. Die Magnetscheiben selbst sowie die Schreib-/Leseköpfe waren unbeschädigt, ebenso der ROM-Chip, der die laufwerksspezifischen Parameter enthielt. Durch den gezielten Austausch der defekten Elektronik und die fachgerechte Übertragung des originalen ROM-Chips konnte die Festplatte kontrolliert initialisiert werden. Anschließend wurden die Daten sektorweise ausgelesen und rekonstruiert.

Das Ergebnis: Rund 98 % der Projektdaten konnten innerhalb von sieben Werktagen wiederhergestellt werden, ohne dass die Festplatte im Reinraum geöffnet werden musste. Entscheidend für den Erfolg war, dass das Büro nach dem ersten Fehlschlag keine weiteren Einschaltversuche unternommen hatte.